Die Verwilderte Stadttaube ist ein Material- und Hygieneschädling.

Aussehen

Die Verwilderte Stadttaube stammt von der Felsentaube ab. Sie ist etwa 35 Zentimeter groß, ihr Gewicht liegt zwischen 350 und 500 Gramm. Ihr Gefieder enthält mehrere Farben und kann weiß, blaugrau, braun oder schwarz sein.

Entwicklung

Mit rund zehn Bruten pro Jahr vermehrt sich die Verwilderte Stadttaube sehr schnell. Die Jungen verlassen etwa vier Wochen nach dem Schlüpfen das Nest und sind mit einem halben Jahr geschlechtsreif.

Vorkommen und Bedeutung

Die Verwilderte Stadttaube brütet an Stellen, die vor Kälte und Zugluft geschützt sind, etwa in Dachböden, versteckten Gebäudeecken und -winkeln sowie unter Brücken. Sie ernährt sich von Abfällen und hat sich im Laufe der Zeit an die Essgewohnheiten der Menschen angepasst.

Schaden

Eine Taube produziert jährlich bis zu drei Kilogramm salpetersäurehaltigen Kot, der aufgrund seiner Aggressivität Baumaterialien angreift. Die Tiere übertragen gefährliche Krankheitserreger, die beim Menschen Hirnhaut-, Lungen-, Augenentzündungen, Salmonellen und Durchfallerkrankungen verursachen können.